Als Raucher eine Risikolebensversicherung abschließen?

Immer wieder hört man, dass Raucher gerade bei Versicherungen weniger zuvorkommend behandelt werden. Dies trifft im Allgemeinen auch auf die Risikolebensversicherung zu, denn in diesem Bereich wird die Genusssucht als wirklich großes Problem gehandelt – wozu das Rauchen eindeutig gehört. Vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung steht erst einmal eine Gesundheitsprüfung. Dort wird ermittelt, ob der Versicherungsnehmer generell einem erhöhten Sterberisiko ausgesetzt ist. Sollte dies der Fall sein, dann müssen höhere Beiträge bezahlt werden. Die Summe steigt dadurch jedoch nicht an, denn die erhöhten Raten sind eher als Schutz für die Versicherung zu verstehen. In schwerwiegenden Fällen gibt es sogar die Möglichkeit, dass kein Versicherungsschutz zustande kommt. Dies entscheidet letzten Endes immer die Gesundheitsprüfung. Bei dieser müssen wahrheitsgetreue Angaben gemacht werden, sollte man falsche Aussagen tätigen und dies kommt heraus, wird die Risikolebensversicherung die Leistungen verwehren.

Raucher müssen sich also keinerlei Hoffnungen machen, dass ein kleiner Schwindel schon in Ordnung wäre. Das funktioniert sicherlich nicht. Raucher gehören bei einer Risikolebensversicherung immer einer Risikogruppe an und daher wird die Versicherung auch oftmals einfach abgelehnt. Klar ist, wer raucht, der gefährdet wissentlich seine Gesundheit und spielt mit dem eigenen Leben. Das ist einem Raucher durchaus bewusst und auch die Risikolebensversicherung weiß um diese Tatsache. Bei Rauchern wird ein höheres Sterberisiko befürchtet, daher schließen die Gesellschaften diese Menschen vorsorglich aus. Als Nichtraucher gilt man in Versicherungskreisen, wenn man zwölf Monate vor dem Abschluss keine Zigarette geraucht hat. Dann ist ein Abschluss möglich und die Raten fallen so niedrig aus, wie es bei einem gesunden Menschen ebenfalls der Fall wäre.

Leider wird jedoch nicht bei jeder Risikolebensversicherung nach dem gleichen Schema gearbeitet. Es kommt daher immer auf die individuellen Umstände an. So kann es sein, dass Pfeifenraucher nicht als gefährlich gewertet werden, was bedeutet, dass ein Versicherungsschutz durchaus möglich ist. Bei anderen Gesellschaften gilt jedoch auch ein Pfeifenraucher als Gefahr und wird daher ausgeschlossen. Es ist also gar nicht so einfach herauszufinden, ob man nun eine Risikolebensversicherung abschließen darf, oder nicht. Im Zweifel sollten mehrere Gesellschaften kontaktiert werden und dann wird auch klar, welche Möglichkeiten sich für einen Raucher wirklich bieten.